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Vereinsgeschichte

Die Gründung

 

Im Sommer 1927 taten sich 10 junge Burschen zusammen und beschlossen die Musik zu erlernen, so wird der Anfang der Kapelle im Protokoll beschrieben.

Die Gründungsversammlung des Vereins fand am 27. November 1927 im Gasthaus zum „Hasen“ in Ennahofen statt. Er erhielt die Bezeichnung „Musikverein Grötzingen, Ennahofen, Weilersteußlingen“. Zum ersten Vorstand wurde Karl Bäuerle aus Ermelau gewählt. Josef Sauter, der diese Versammlung leitete, übernahm das Amt des Kassiers, Hans Lang wurde Schriftführer. „Nach Schluß meldeten sich noch 29 Passivmitglieder und es wurden dieselben mit Freuden aufgenommen“, so endet das Protokoll zur Gründungsversammlung.

 

 

Der erste Dirigent der neugegründeten Kapelle war Kaspar Sauter aus Langenenslingen bei Riedlingen. Er arbeitete damals als Vorarbeiter bei einer Baufirma aus Heidenheim, die Straßenbauarbeiten auf den Lutherischen Bergen durchführte. Er dirigierte später u.a. die Musikkapellen Langenenslingen, Andelfingen, Neufra, Dieterskirch und Wilflingen. Ein Protokollauszug aus der Chronik von Andelfingen berichtet von einem Besuch der dortigen Musiker am 5. Februar 1928 bei den Bergemer Musikanten in Grötzingen.

Den eigentlichen Anstoß zur Vereinsgründung gab Georg Seiffert aus Grötzingen. Er hatte als erstes Instrument Violine gespielt und von Oberlehrer Lang Geigenstunden erhalten. Dazu spielte er noch auf der Mandoline und schließlich auch Ziehharmonika. Dann aber reizte es ihn, ein Blasinstrument zu erlernen. Sein erster und treuer Begleiter war damals Georg Hardecker. Sie waren es dann auch, die mit dem Fahrrad nach Ulm fuhren, um bei der Fa. Reisser Instrumente zu kaufen. Weil Geld damals knapp war, konnten sie sich keine neuen Instrumente leisten. Sie erhielten gebrauchte, mit der Zusicherung, daß diese bei der Anschaffung von neuen in Zahlung genommen würden. Nun konnten die musikalischen Aktivitäten beginnen.

Die nach der Gründungsversammlung ausgearbeitete Satzung wurde am 28. Februar 1928 von den Vereinsmitgliedern im Gasthaus zur „Sonne“ in Weilersteußlingen beschlossen. Danach ist es Zweck des Vereins, „sich im Gebiete der Tonkunst bildend zu vergnügen, das gesellschaftliche Leben zu erhöhen und festliche Anlässe zu verschönern“. Abschnitt II der Satzung enthält die Bestimmung über die Mitgliedschaft im Verein. Danach konnte aktives Mitglied „jeder unbescholtene Einwohner werden, welcher genügend musikalisch befähigt ist und sich verpflichtet, den Statuten in allen Fällen nachzukommen“.

 

 

Vor dem Krieg

 

Geprägt vom Geist der Weimarer Republik, enthielt die Satzung wesentliche demokratische Elemente. So wurde über die Veranstaltungen des Vereins abgestimmt. Nicht nur die Vorstandschaft, auch der Dirigent war zu wählen.

1928 und in den Jahren danach schlossen sich der Kapelle weitere Mitglieder an:

Aus Grötzingen: Georg Mang   Aus Ennahofen: Georg Stark
  Jakob Schaude     Georg Scherb
  Karl Beck     Hans Schuster
  Karl Hardecker      
  Josef Sauter      
         
Aus Weilersteußlingen: Eugen Rupp      
  Ludwig Geprägs      
  Karl Ruoß      
  Otto Fromm      
  Friedrich Meier      
  Karl Bäuerle      

 

Am Ende der dreißiger Jahre bestand die Kapelle aus 18 aktiven Musikern. Die finanziellen Probleme des Vereins waren in den Anfangsjahren groß. Es mußten Instrumente angeschafft, der Dirigent und Miete für den Probenraum bezahlt werden.

Jedes aktive Mitglied brachte dafür in der Woche 2 RM auf, bei einem Stundenlohn von 35 bis 40 Pf. Das bedeutete rund 5 Stunden Arbeitszeit für das Hobby Musik und den Verein pro Monat.

In den ersten Jahren wurde häufig auf Hochzeiten gespielt. Im Jahre 1930 betrug der Preis für ganztägige Unterhaltungs- und Tanzmusik 20 RM, dazu ein Mittagessen und 1 Liter Bier pro Mann. Die Kosten für eine Abendtanzmusik beliefen sich auf 10 RM und pro Mann ein Maß Bier. Zusätzlich wurden für eine Tanztour pro Paar 15 Pfennige kassiert.

Im Jahr 1929 wird dem Verein von seinem Gründungsmitglied und Schriftführer Ernst Geprägs eine erste Blütezeit bestätigt. Zu dieser Zeit soll der Verein etwa 100 Mitglieder gezählt haben. Doch die Weltwirtschaftskrise, die sich mit dem „Schwarzen Freitag“ am 24. Oktober 1929 ankündigte, wirkte sich auch auf die Vereinsfinanzen negativ aus.

Auch hier zeigte die Erfahrung, daß in wirtschaftlichen Notzeiten zuerst an den kulturellen Gütern gespart wird. So mußte 1931 der zuvor schon auf 1 RM gesenkte Wochenbeitrag der Spieler auf 50 Pf und die Miete für den Probenraum von 7 RM auf 6 RM pro Monat herabgesetzt werden. Das Dirigentenhonorar von 10 RM je Probe wurde auf 8 RM gekürzt, außerdem kam der Dirigent nur noch alle 14 Tage.

1933 erfolgte eine weitere Absenkung der Spielerbeiträge auf 30 Pf pro Woche und für passive Mitglieder von 2 RM auf 1,50 RM pro Jahr.

Im Jahre 1930 übernahm Dirigent Hermann Egle aus Allmendingen die Kapelle und leitete sie bis zum Beginn des 2. Weltkrieges 1939. Er wurde dabei häufig von seinem Sohn Josef Egle vertreten, da er gleichzeitig die Musikkapelle Allmendingen leitete. Hermann Egle soll ein sehr strenger Lehrmeister gewesen sein. Den Weg nach Grötzingen traten sie am Samstagmorgen zu Fuß an. Nach Probenarbeit und Übernachtung kehrten sie am Sonntagmorgen wieder nach Allmendingen zurück.

Die mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten verbundene Veränderung der politischen Landschaft hatte auch Auswirkungen auf das Vereinsgeschehen. Im Zuge der Gleichschaltung des kulturellen Lebens nach dem 30. Januar 1933 wurde die Musikkapelle dem „Süddeutschen Musikerverband“ angegliedert.

Im Jahre 1934 konnte die Musikkapelle einen ersten und vorläufig letzten großen Erfolg verbuchen. Beim Bezirksmusikfest in Ehingen wurde ein 1 a Preis erreicht. Mit dem Protokoll über die Generalversammlung im März 1935 endet die Vereinschronik der Vorkriegszeit. In den Jahren bis zum Krieg wurde die Kapelle ihrem ursprünglichen Zweck entfremdet. Sie mußte häufig bei politischen Anlässen auftreten. Der Ausbruch des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 bedeutete dann endgültig die Auflösung des Vereins.

 

 

Nach dem Krieg (1948 – 1956)

 

Nach dem Krieg fanden sich wiederum 10 Aktive zusammen, die der Kapelle einen Anfang gaben:

  Karl Bäuerle Hans Lang Eugen Rupp Karl Hardecker
  Georg Stark Georg Seiffert Ernst Bäuerle Georg Mang
  Georg Schuster Karl Ruoß    

Nach einer kurzen Anlaufzeit trat man wieder an die Öffentlichkeit. Der erste öffentliche Auftritt erfolgte, als Georg Hardecker aus russischer Gefangenschaft zurückkehrte. 1949 übernahm dann Georg Mang die Leitung der Kapelle. Er machte sich gleich daran, Nachwuchs auszubilden. Geprobt wurde im Gasthaus „Löwen“, wo die Kegeltafel zum Notenschreiben herhalten mußte.

 

Auszubildende 1949:

  Fritz Geprägs Karl Geprägs Hans Geprägs Hans Haupt
  Ewald Rapp Karl Schaude Otto Scherb Ernst Uhl
  Erwin Stark Fritz Haupt    

 

Das Vereinsvermögen von 600 RM aus der Vorkriegszeit stellte nach der Währungsreform 1948 noch einen Wert von 60 DM dar. Damit konnten die ersten Reparaturkosten für Instrumente bezahlt werden.

 

 

Mit der Kapelle ging es wieder bergauf. Im Jahre 1953 nahm sie zum ersten Mal in der Nachkriegszeit an einem Wertungsspiel beim Kreismusikfest in Dächingen teil. In der Unterstufe erreichte man die Note gut-sehr gut. 1956 folgte ein Wertungsspiel beim Kreismusikfest in Schmiechen. Mit dem Musikstück „Jagdschloß Waldenbuch“ konnte in der Unterstufe ein 1. Rang erzielt werden. Häufig wurde in den 50er Jahren Unterhaltungs- und Tanzmusik bei Hochzeiten gespielt. Hinzu kamen Standkonzerte und „Hahnenläufe“.

 

 

1957 bis 1966

 

Am 20. Januar 1957 fand die Neugründung im Gasthaus zum „Löwen“ statt, jetzt unter dem Namen Bergemer Musikverein e.V. Grötzingen. Gründungsmitglied Hans Lang wurde zum Vorsitzenden gewählt. Der ersten Vereinsführung der Nachkriegszeit gehörten außerdem an:

Matthäus Dress Stellv. Vorsitzender
Hugo Lang Schriftführer
Fritz Geprägs Kassier
Georg Fromm Ausschußmitglied passiv
Johannes Geprägs Ausschußmitglied passiv
Wilhelm Jäger Ausschußmitglied passiv
Hans Geprägs Ausschußmitglied aktiv
Hans Haupt Ausschußmitglied aktiv
Otto Scherb Ausschußmitglied aktiv

 

Mit dem Musikstück „Schwarzwaldzauber“ beteiligte sich die Musikkapelle 1957 beim Bezirksmusikfest in Ehingen am Wertungsspiel in der Unterstufe und erreichte damit einen 1. Rang. Die Uraufführung des „Bergemer Ehrengruß“, der dem Verein vom Komponisten Hans Freivogel gewidmet wurde, fand anläßlich der Weihnachtsfeier 1957 statt. Fortan, bis zum Ende der 60er Jahre waren Weihnachtsfeiern mit Theateraufführungen feste Bestandteile des Jahresprogramms.

Das Wunschkonzert zu Ostern 1958 stellte bis dahin einen Höhepunkt in der Entwicklung der Kapelle dar. Mit dem Humoristen Heinrich Sembinelli wurde diese Veranstaltung zu einem großen Erfolg für den Verein.

Im gleichen Jahr verzeichnet das Protokoll den ersten Auftritt in Hütten beim Schützenfest. Was damals begann, entwickelte sich zu einer traditionellen Freundschaft, insbesondere zum dortigen Gesangverein, die heute noch besteht.

Es folgten Wertungsspiele bei Kreismusikfesten 1958 in Munderkingen und 1959 in Ringingen.

1959 wurde Matthäus Dress Vorsitzender des Bergemer Musikvereins. Diese Funktion übte er zunächst bis 1965 aus, später nochmals von 1969 bis 1985, insgesamt 22 Jahre. Der bisherige Vorsitzende Hans Lang wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein 14 aktive und 180 passive Mitglieder. Georg Mang erinnert sich noch heute an die Auftritte in dieser Zeit mit manchmal nur 8 Musikern.

 

 

Die 60er Jahre

 

Gut in Erinnerung blieb den älteren Musikern ein Auftritt in Bernloch im Jahre 1962. Am 3. November des gleichen Jahres trat die von Dirigent Georg Mang aufgebaute Jugendkapelle anläßlich der Schulhauseinweihung in Weilersteußlingen erstmals auf. Bereits ein Jahr später beteiligte sie sich beim Kreismusikfest in Schelklingen am Wertungsspiel in der Anfängerstufe und erreichte einen 2. Rang.

 

 

Noch im Jahr 1963 bezog die Musikkapelle einen Übungsraum im neuen Schulhaus. Damit hatte sie eine dauerhafte Bleibe gefunden, die sie jedoch mit anderen Gruppen teilen mußte. Seit 1986 steht dem Musikverein ein eigener Raum zur Verfügung.

Unvergessen ist den älteren Musikern ein Schützenfest im Jahr 1963 in Hütten, wo die Kapelle an 3 aufeinanderfolgenden Tagen mitwirkte.

Ein markanter Punkt in der Vereinsgeschichte ist die Eintragung ins Vereinsregister am 25. September 1963 unter der Nr. 134. Die dazu erforderliche Satzung wurde am 2. Februar 1963 beschlossen.

Das Jahr 1965 brachte eine Veränderung in der Vereinsführung. Anstelle von Matthäus Dress übernahm sein bisheriger Stellvertreter Karl Geprägs das Amt des 1. Vorsitzenden. Bei der damals abgehaltenen Jahreshauptversammlung wurden die ehemals verdienten aktiven Musiker Georg Seiffert, Grötzingen, Georg Seiffert, Weilersteußlingen, Georg Hardecker, Grötzingen und Wilhelm Jäger, Grötzingen, zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Im Hinblick auf das 1967 stattfindende Musikertreffen wurde 1966 die Uniformierung der Kapelle beschlossen. Man entschied sich für Trachtenanzüge. Ihre Anschaffung riß ein erhebliches Loch in die Vereinskasse. Noch ohne einheitliche Kleidung wirkte die Kapelle bei den Aufnahmen zum Fernsehwerbefilm „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ mit, der für die Fa. Sauter aus Ulm gedreht wurde. Einen würdigen Rahmen für den ersten Auftritt in der neuen Tracht bot eine Veranstaltung für die „Aktion Sorgenkind“, die ebenfalls von Max Sauter, einem Freund und Gönner des Musikvereines, organisiert worden war.

 

 

1967 bis 1976

 

Zu einem Höhepunkt in der Vereinsgeschichte wurde das Jahr 1967 mit dem Jubiläumsfest zum 40jährigen Bestehen, verbunden mit einem Musikertreffen vom 3. bis 5. Juni. Es war die erste große Veranstaltung und das erste Zeltfest in der Nachkriegszeit auf den Lutherischen Bergen. Drei Monate zuvor hatte Hans Vetter das Amt des Vorsitzenden übernommen. Mit vereinten Kräften gelang es unter seiner Leitung in der kurzen noch verbliebenen Zeit ein erstaunliches Programm auf die Beine zu stellen. Drei Festtage im besten Sinne des Wortes waren den Bergemern damals beschieden. Am Heimatabend, zu dem sich viele auswärtige Bergemer eingefunden hatten, wirkte neben der Jubiläumskapelle auch der Kirchenchor mit. Das Gedicht „Die Tanne“ und andere Heimatgedichte bereicherten das Programm.

Als Geschenk der drei Gemeinden überreichte Bürgermeister Matthias Mang, Ennahofen, dem Musikverein ein strahlend glänzendes Flügelhorn. Der Tag darauf begann mit einem von Pfarrer Bernecker gehaltenen Festgottesdienst, dem eine Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal für die gefallenen und verstorbenen Kameraden folgte.

Im Jahr 1968 wirkte die Musikkapelle beim 10jährigen Gründungsjubiläum der bekannten Tanzkapelle „Edelweiß“ mit, die teilweise aus der Musikkapelle hervorging, was für diese einen gewissen Rückschlag bedeutete.

Mit Ausnahme des Jahres 1969 wurden nach 1965 keine Weihnachtsfeiern mehr gehalten. An ihre Stelle traten Advents- und Jahresfeiern mit Theateraufführungen. Verbunden mit der erneuten Übernahme der Vereinsleitung durch Matthias Dress 1969 war die Aufnahme einer gemeinsamen Herbstwanderung mit dem Albverein ins Jahresprogramm, die noch heute Tradition ist. Im Jahre 1970 veranstaltete man zusammen mit der Kapelle „Edelweiß“ das sogenannte „Bergemer Albfest“. Zu diesem Zeitpunkt wies der Verein 34 aktive, davon 15 jugendliche, und 201 passive Mitglieder auf.

 

 

Selbstverständlich wirkte die Musikkapelle 1972 bei der Sportplatzeinweihung des ein Jahr zuvor gegründeten Bergemer Sportvereins mit. Einen großen musikalischen Erfolg konnte die Kapelle beim Bezirksmusikfest 1972 in Allmendingen verbuchen. Beim Wertungsspiel mit Marschmusikbewertung erhielt der Bergemer Musikverein einen 1. Rang mit Auszeichnung.

Anläßlich der Generalversammlung 1973 wurden Hugo Lang, Georg Fromm und Johannes Geprägs zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die am 1.1.1974 in Kraft getretene Eingemeindung unserer drei Gemeinden nach Allmendingen betraf, Gott sei Dank, nicht auch den Bergemer Musikverein. Für ihn hatte der kommunalpolitische Vorgang lediglich zur Folge, daß er beim Eingemeindungsfest mitwirken durfte, was er natürlich gerne tat. Ein Beispiel für die Zusammenarbeit unter Vereinen stellte das Frühlingsfest dar, das 1975 und 1978 vom Musikverein, Sportverein und Albverein veranstaltet wurde.

Einen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte stellte das Jubiläum zum 50sten Geburtstag dar. Es wurde in Verbindung mit einem Musikertreffen und Heimatfest über die Pfingstfeiertage vom 28. – 30. Mai 1977 in Ennahofen im Festzelt am Wasserturm gefeiert. Viele auswärtige Bergemer kamen zu diesen Festtagen in ihre Heimat. Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier stand der Festabend, zu dessen Höhepunkt die Ehrungen von Dirigent Georg Mang zählten. Für 50 Jahre aktive Tätigkeit, davon 28 Jahre als Dirigent, zeichnete ihn der Kreisverbandsvorsitzende Demmel mit der Fördermedaille am Bande in Gold aus.

 

 

Der Vereinsvorsitzende M. Dress ernannte Georg Mang zum Ehrendirigenten des Bergemer Musikvereins. Bürgermeister Spitzmüller zeichnete den Dirigenten mit dem Gemeindemünze in Silber aus. Anschließend übergab Georg Mang den Taktstock seinem Sohn Ludwig Mang.

Der Pfingstsonntag wurde mit einem Zeltgottesdienst mit Pfarrer Bernecker begonnen.

Beim Jahreskonzert am 6. Januar 1979 im Gasthaus „Löwen“ in Grötzingen konnten vom stellvertretenden Kreisverbandsvorsitzenden Paul Maier folgende 5 Musiker für 30 Jahre aktive Tätigkeit geehrt werden:

  Karl Geprägs Otto Scherb Karl Schaude
  Hans Haupt Ernst Uhl  

 

Im gleichen Jahr wurde der Vereinsvorsitzende Matthäus Dress für seine Verdienste um die Volksmusik mit der Bundesfördermedaille am Bande in Gold ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte beim Festabend anläßlich eines Musikertreffens am 16. Juni in Allmendingen.

 

 

Die 80er Jahre

 

Ein großer Erfolg war im Jahr 1980 dem ersten gemeinsamen Konzert des Gesangvereins Hütten und des Bergemer Musikvereins in der Schmiechtalhalle in Hütten beschieden. Weitere gemeinsame Konzerte folgten 1984 und 1986. Nicht auszudenken ohne Musikkapelle sind Feste und Feierlichkeit der Gemeinde. Eines von vielen Beispielen war die Einweihung der Mehrzweckhalle am 18.10.1980 in Allmendingen. Hier spielte die Bergemer Musikkapelle gemeinsam mit der Musikkapelle Allmendingen unter der Stabführung von Musikdirektor Leopold Egle.

Ende der 70er Jahre wandelten sich die Jahresfeiern mit Theateraufführungen zu reinen Konzertdarbietungen der Jugend- und Musikkapelle. Erstmals 1982 fand das Frühjahrskonzert in der erweiterten Turnhalle der Schule in Weilersteußlingen statt. Die Leitung hatte damals Werner Buchholz, der in Vertretung von Ludwig Mang die Kapelle für kurze Zeit übernahm. Auch in den folgenden Jahren bis heute dürfen die Jahreskonzerte als musikalische Höhepunkte im Jahresprogramm bezeichnet werden.

Anläßlich der Generalversammlung 1983 wurde der langjährige Kassier Karl Schrade zum Ehrenmitglied ernannt. Beim Jahreskonzert am 5. März 1983 erhielt Karl Geprägs für seine Verdienste um die Volksmusik die Bundesförderermedaille in Gold am Bande. Der Vorsitzende M. Dress wurde mir der Ehrenmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Am 30. Oktober 1983 fand das erste Herbstfest statt, das gemeinsam mit dem Bergemer Sportverein veranstaltet wurde. Es wurde von der Bevölkerung gut angenommen und hat sich zu einem festen Bestandteil des Jahresprogramms entwickelt. 17 junge Menschen nahm der Verein 1984 in Ausbildung.

Dies erforderte hohe finanzielle Aufwendungen für die Instrumentenbeschaffung, die mit ca. 16.000,- DM zu Buche schlug. Um derartige Ausgaben bestreiten zu können, versucht der Verein schon seit 1957 durch Altmaterialsammlungen seine Einnahmen zu verbessern.

Als lohnende Beispiele sein hier das Jahr 1985 genannt, wo 24 t Altpapier ca. 2000,- DM einbrachten und das Jahr 1984, in dem für ca. 35 t Alteisen rund 3000,- DM gezahlt wurden. Als weitere Einnahmen für die Vereinskasse dienen die jährlich veranstalteten Garten- und Waldfeste, die abwechselnd in den 3 Ortschaften der Lutherischen Berge stattfinden.

 

 

Nach 22 Jahren Vorstandstätigkeit stellte sich M. Dress 1985 nicht mehr zur Wahl, ebenso Karl Geprägs, der 24 Jahre als stellvertretender Vorsitzender und 2 Jahre als Vorsitzender tätig war. Mit ihrem Wirken war eine erfolgreiche, kontinuierliche Aufwärtsentwicklung des Vereins und der Musikkapelle verbunden. Aufgrund seiner Verdienste um den Bergemer Musikverein wurde M. Dress zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Am 12. Januar 1985 wurde Georg Kürsammer zum Vorsitzenden des Bergemer Musikvereins gewählt. Beim Kreismusikfest in Unterstadion stellte man sich nach längerer Zeit wieder den Wertungsrichtern. Hierbei konnte die Kapelle in der Mittelstufe einen beachtlichen 1. Rang erzielen.

Ein wohl für alle Teilnehmer unvergessliches Ereignis war die Teilnahme des Bergemer Musikvereines an den Feierlichkeiten zum 5jährigen Bestehen der Partnerschaft (Jumelage) Querqueville – Allmendingen über Pfingsten 1986 in der Normandie. Mit 90 Personen, überwiegend Bergemern, reiste eine Allmendinger Delegation unter Leitung des stellvertretenden Bürgermeisters Paul Mittnacht ins 1250 km entfernte Querqueville. Im Auftrag der Gemeinde übernahm die Bergemer Musikkapelle die musikalische Umrahmung des Jubiläums. Zu den Höhepunkten des Besuchsprogramms gehörten die Feierstunde vor dem dortigen Rathaus und eine Kranzniederlegung am Denkmal für die Gefallenen, wobei die Musikkapelle jeweils die Nationalhymnen beider Länder spielte – eine Symbolik der Versöhnung und der Freundschaft zwischen beiden Völkern auf der unteren Ebene.

 

 

3 Tage stand die Bergemer Musikkapelle im Mittelpunkt des Geschehens. Reichlich mit Beifall bedacht wurden die Musikanten am Festabend nach einem ausgiebigen Abendessen in der dortigen Sporthalle. Eifrig tanzten die französischen Gastgeber und die Gäste zu den Klängen der schwäbischen Blasmusik. Die überwältigende Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Gastgeber haben bei allen Reiseteilnehmern einen starken Eindruck hinterlassen.

Beim gemeinsamen Konzert mit dem Gesangverein Hütten am 31.10.1986 wurden die langjährigen freundschaftlichen Beziehungen beider Vereine in Erinnerung gerufen. Ein Geschenkaustausch dokumentierte die 25 Jahre währende Freundschaft, in deren Verlauf ca. 40 Auftritte der Musikkapelle in Hütten stattfanden. Ein maßgebliches Verdienst daran trägt der aktive Musiker Ernst Uhl aus Hütten.

 

 

Die 90er Jahre

 

1992-1995

Im Jahr 1992 wurden die Weichen für den Bau eines Vereinsheimes gestellt. Der Farrenstall wurde nach Beendigung der Farrenhaltung für eine andere Nutzung freigegeben. Unter Federführung von Vorstand Georg Kürsammer wurde Antrag auf Überlassung der Räume zum Umbau bei der Gemeindeverwaltung gestellt. Fortan bestimmte die Planung und schließlich die Bauausführung das Vereinsgeschehen.

Am 24.09.1994 begannen die Bauarbeiten am Musikerheim. Der erste Spatenstich wurde von Karl Kegel und seinem Minibagger ausgeführt.

Am 20.04.1995 konnte das Richtfest am Vereinehaus Farrenstall gefeiert werden. Im Verlauf dieses Vereinsjahres konnten die Bauarbeiten am Musikerheim nahezu vollständig abgeschlossen werden.

 

 

1996

Der absolute Höhepunkt in diesem Jahr war die Einweihung des Musikerheimes am 14.04.1996. Das Musikerheim konnte nach eineinhalbjähriger Bauzeit und über 5.000 Stunden Eigenleistung schuldenfrei seiner Bestimmung übergeben werden.

 

 

1997

Vom 28. – 30. Juni feierte der Bergemer Musikverein sein 70-jähriges Jubiläum mit einem Zeltfest am Ennahofer Wasserturm. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Rockabend mit der Gruppe „Precious Time“.
Der Sonntag wurde mit einem Zeltgottesdienst eröffnet. Der anschließende Frühschoppen war ein voller Erfolg. Die meisten Zeltbesucher freuten sich auf ein Wiedersehen mit dem „Original-Edelweiß-Sextett“ (Karl Hagmann, Erich Schaude, Peter Ströbele, Dietmar Link, Verstärkung Stefan Schmid und Ben Kuch). Am Nachmittag unterhielten Musikkapellen aus Frankenhofen, Schmiechen, Allmendingen, Schelklingen, Kirchbierlingen und Rottenacker. Parallel dazu wurde ein Kuhfladenlotto durchgeführt: Eine Kuh wurde auf eine schachbrettartig eingeteilte Wiese gebracht. Die Besucher konnten wetten, in welchem Feld voraussichtlich der erste Kuhfladen landen würde – die Siegerin gewann einen Rundflug in einer Sportmaschine.

 

 

Am Festabend wirkten die Partnerkapelle Korb-Steinreinach, die Bergemer Landfrauengruppe, die Jazztanzgruppe des Bergemer Sportvereins und die Volkstanzgruppe Weilersteußlingen mit. Eine Mammutaktion war der Punkt Ehrungen: Über 80 passive Mitglieder wurden geehrt, außerdem das letzte noch lebende Gründungsmitglied Hans Lang aus Grötzingen, Dirigent Ludwig Mang (Ehrennadel in Gold), Georg Kürsammer (Fördermedaille in Silber), Gerhard Schuster (Fördermedaille in Gold) und neun aktive Musiker.

Der Musikverein nahm im Oktober Abschied von Gründungs- und Ehrenmitglied Hans Lang aus Grötzingen

 

 

1998

Im Rahmen des Gemeinschaftskonzerts am 04. April mit der Musikkapelle Kirchen wurde Georg Kürsammer zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Die Einweihung der Außenanlage des Vereinsheims wurde am 19. April gefeiert. Bei frischer Witterung pflanzte Bürgermeister Robert Rewitz an der linken Seite der Einfahrt zum Vereinsheim eine Linde. Der Albverein pflanzte anlässlich des „Tag des Baumes“ die andere Linde. Im Anschluss daran verkaufte der Verein im Musikerheim Kaffee und Kuchen. Die Jugend-Volkstanzgruppe und die kleine Besetzung der Kapelle trat zur Unterhaltung auf.

Im Rahmen des 5. Landfestmusikfestes in Ehingen nahm der Bergemer Musikverein mit den Stücken “L’Ora della Verita“ (Alfred Bösendorfer) und „Belvedere“ (Klaus-Peter Buchmann) in der Mittelstufe am Wertungsspiel teil und erhielt die Note „gut“.

Beim traditionellen gemeinsamen Herbstfest von Sport- und Musikverein fand unter anderem ein Rübengeisterwettbewerb für Kinder und ein Unterhaltungsabend mit „Les Figaros“ und einer Dessous-Show statt.

Die Ehinger Jugendmusikschule organisierte zum 1. Mal ein Jugendkapellenkonzert in der Ehinger Lindenhalle. Die Jugend der Musikvereine Kirchen, Allmendingen, Stadtkapelle Ehingen und des Bergemer Musikvereins (Leitung: Helmut Geprägs) nahm am 8. November teil.

 

 

1999

Das Gemeinschaftskonzert mit Gastkapelle MV Dächingen fand am 13. März statt. Ernst Uhl und Karl Geprägs wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Seit 25 Jahren besteht die Gesamtgemeinde Allmendingen mit den Ortschaften Allmendingen, Ennahofen, Grötzingen, Niederhofen und Weilersteußlingen. Bei der Feier am 27. März in der Bergemer Gemeindehalle trug der Musikverein musikalisch zum Programm bei.

Am 17.Juli wirkte die Kapelle beim „Ulmer Nabada“ an der abendlichen Lichterserenade mit. Auf einem Floss musizierend fuhren die Musiker am Donauufer entlang – zwischen den flussabwärts-treibenden Lichtern eine unbeschreibliche Atmosphäre und ein Erlebnis.

Im Herbst machte die Kapelle einen 2-tägigen Ausflug nach Tschechien. Die Musiker besichtigten Städte, besuchten Musikinstrumentehersteller und ein Musikinstrumentemuseum.

Am Kleinkunstabend BUMMS (BergemerUnterhaltungMetzelsuppeMusikShow) am Herbstfest 1999 traten „Les Harmonieux“ und „Les Figaros“ auf.

Im November richtete der Bergemer Musikverein das Jugendkapellenkonzert in der Allmendinger Mehrzweckhalle aus. Teilnehmende Jugendkapellen: MV Rißtissen, Stadtkapelle Ehingen, MV Allmendingen und Bergemer Musikverein.

 

 

Der Jahrtausendwechsel

 

2000

Im März fand ein Gemeinschaftskonzert mit der Musikkapelle Mehrstetten in der Bergemer Gemeindehalle in Weilersteußlingen statt. Am 1. April fuhr der Musikverein zur Partnerkapelle nach Korb-Steinreinach und nahm am Jubiläumskonzert zum 90-jährigen Bestehen der Kapelle teil. Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war das Kirchenkonzert von Kirchenchor und Musikverein im Herbst.

 

 

2001

Musikalischer Höhepunkt war die Teilnahme am Bundesmusikfest in Friedrichshafen über das Pfingstwochenende. In der Mittelstufe erreichte die Kapelle beim Wertungsspiel mit den Stücken „Kleine Ungarische Rhapsodie“ (Alfred Bösendörfer) und „Moment Musical“ (Klaus-Peter Bruchmann) die Note „sehr gut“. Nach der Übernachtung im Massenquartier nahm die Kapelle am nächsten Tag am Festumzug und bei der Abschlusskundgebung im Stadion teil. In Grötzingen wieder angekommen, erwartete die Musikerinnen und Musiker die nächste Überraschung: Ein Empfangskomitee hatte Fahnen gehisst und ein Transparent über die Strasse gespannt, um den Heimkehrern zu gratulieren und mit einem Umtrunk zu feiern.

Weitere Meilersteine des Jahres 2001 waren das Gemeinschaftskonzert mit dem MV Mundingen, Gastkapelle beim MV Rot/Laupheim, Festabend zum 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Allmendingen/Querqueville (Frankreich) in Allmendingen und die Teilnahme am Festumzug des landwirtschaftlichen Hauptfestes in Cannstatt.

Die Zusammenarbeit im Jugendbereich mit dem MV Allmendingen zeigte Früchte. Das Jugendgemeinschaftsorchester unter Leitung von Alwin Bühner aus Allmendingen erreichte beim Jugendkritikspiel in Ermingen die Note „sehr gut“. Im Herbst fuhren die Jugendlichen nach Sulzberg (Österreich), um auf einer Hütte das Wochenende gemeinsam mit Üben und sonstigen Unternehmungen zu verbringen.

 

 

 

2002

Das Jahr stand im Zeichen des 75-jährigen Vereinsjubiläums. Dem Festabend im Februar mit einer Ausstellung zum Verein und dem Start der Homepage schloss sich am 9. März das Jubiläumskonzert an. Das Vororchester, das Jugendgemeinschaftsorchester des MV Allmendingen und BMV und die Kapelle des Bergemer Musikvereins gestalteten den Konzertabend.

Vom 28. Juni bis zum 1. Juli wurden die Feierlichkeiten im Festzelt am Wasserturm fortgeführt. Auftakt war die „Caution-Party“ am Freitag für die Jugend. Am Sonntag kamen mehr als 200 Gäste, um sich das WM-Endspiel auf einer Großbildleinwand anzuschauen. Zum „Gartenfest“ unterhielt der MV Mehrstetten. Das Kinderfest zum Abschluss am Montag wurde vom Kindergarten und Grundschule Weilersteußlingen hervorragend mitgestaltet. Am 12. Oktober traten die „Wellküren“ in der Bergemer Gemeindehalle auf : Stubnmusi, Nonnentrompeten und Hackbrett – wunderbar.

Weitere Höhepunkte waren die Teilnahme am Wertungsspiel beim Kreismusikfest in Schmiechen. Die Kapelle erreicht die Note „hervorragend“! Beim Ulrichsfest in Berg -“Des send mir“- stellte OV Hans Schrade die Bergemer Gemeinden vor, der BMV überzeugte mit einem guten Musikprogramm. Alle 44 Musiker quetschen sich in einen nostalgischen Bier-Bus und spielten den Juventas-Marsch.

 

 

2003

Nach dem hektischen und arbeitsreichen Jubiläumsjahr beschränkte man sich bis auf folgende Ausnahmen auf die traditionellen Höhepunkte wie Jahreskonzert, Gartenfest (das diesmal bei optimalem Wetter stattfinden konnte) und Herbstfest.

Das Maifest in Frankenhofen wird aufgrund der Tatsache in Erinnerung bleiben, dass die Kapelle beim Sternmarsch nur eine Kurzstrecke zu bewältigen hatte, die gerade so zum Spielen eines Marsches langte. Danach gestaltete der BMV abwechselnd mit anderen Kapellen das Abendprogramm.

Ende September war es wieder an der Zeit für einen gemeinsamen Ausflug, diesmal in die Pfalz. Nach dem Besuch der Falknerei in Hohenbeilstein mit Flugvorführung ging es weiter nach Bad Dürkheim auf den Wurstmarkt. Übernachtet wurde in Hockenheim. Der Stadtführung in Heidelberg schloss sich eine Neckarschifffahrt an.

Im September nahm man gemeinsam mit den Bergemer Landfrauen am Umzug auf dem Cannstatter Wasen teil.

Ende November gestaltete die Kapelle noch ein Kirchenkonzert in Ehingen anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der evangelischen Gemeinde und des 125-jährigen Jubiläums der evangelischen Stadtkirche.

 

 

2004

Den musikalischen Auftakt 2004 bildete im März traditionell das Jahreskonzert. Unangekündigt erfolgte eine Ausfahrt zum Maifest des MV Korb-Steinreinach, um das Fest musikalisch mitzugestalten. Der Besuch war eine „Revanche“ für einen Überraschungsbesuch unserer Partnerkapelle zu unserem Herbstfest 2003.
Gastkapelle bei unserem Gartenfest im Juli 2004 in Weilersteußlingen war unsere Nachbarkapelle aus Frankenhofen. Unser Jugendgemeinschaftsorchester nahm im November am Jungmusikerkonzert der JMS Ehingen in der Lindenhalle teil. Musikalischer Höhepunkt für das Jugendgemeinschaftsorchester war eine Woche später die Teilnahme am Jugendwertungsspiel in Plüderhausen im Remstal unter Leitung von Alwin Bühner. Mit der Note „sehr gut“ wurde die Probenarbeit belohnt.

 

 

2005

Im Juni 2005 konnte die Evangelische Kirchengemeinde Weilersteußlingen 250 Jahre Pankratiuskirche feiern. Für den BMV war es selbstverständlich, den Frühschoppen in der Bergemer Gemeindehalle zu übernehmen. Am Nachmittag unterhielt eine Jugendgruppe des BMV. Als weiteren Beitrag zum Kirchenjubiläum veranstaltete der Musikverein im November ein Konzert in der Jubiläumskirche.

 

 

2006

Jahreskonzert, 10 Jahre Musikerheim und Wanderheim Farrenstall sowie 25 Jahre Jumelage Querqueville – Allmendingen waren die herausragenden Ereignisse 2006. Wieder war eine stattliche Zahl von Musikern des BMV der Einladung zu den Feierlichkeiten nach Querqueville gefolgt.

 

Ein „Pflichttermin“ für den BMV war die Verabschiedung von Werner Buchholz, der als Rektor der Grundschule Weilersteußlingen in den Ruhestand ging. In all den Jahren, die Herr Buchholz auf den Lutherischen Bergen pädagogisch wirkte, hatten er und seine Frau die Bergemer Vereine unterstützt. Im BMV hat er als Aushilfsdirigent und immer wieder als musikalischer Ratgeber mitgewirkt.

Eine Neuerung hat es in 2006 fürs Gartenfest gegeben, dieses findet seither mangels guter Platzalternativen immer in „Adlerwirts Garten“ in Grötzingen statt.

 

 

2007

Das Jahr 2007 war für den Bergemer Musikverein wieder ein Jubiläumsjahr. Die Vorstandschaft hatte sich dafür entschieden, das 80-jährige Bestehen der Musikkapelle mit verschiedenen Aktivitäten während des Vereinsjahres zu würdigen.

Den Auftakt der Festlichkeiten bildete das traditionelle Jahreskonzert. Eine weitere Aktivität war die erfolgreiche Teilnahme am Wertungsspiel in der Mittelstufe beim Bundesmusikfest in Würzburg. Der musikalische Vortrag wurde mit dem Prädikat hervorragend“ bewertet. Absolutes Highlight der Jubiläumsveranstaltungen bildete eine Serenade im Hof von Schloss Neusteußlingen. Mit Alphornklängen von einer kleinen Anhöhe wurden die Besucher schon vor Konzertbeginn musikalisch willkommen geheißen. Bald waren die aufgestellten Bänke voll besetzt. Da es ein schöner warmer Sommernachmittag war, setzten sich die weiteren Gäste ungezwungen auf den Boden. Ein Bläserquartett aus Kirchen bildete den Auftakt, gefolgt vom Gesangverein Hütten, teilweise unterstützt durch ein Klarinettentrio des BMV. Mit heiteren Stücken und einer humorvollen Ansage bildete das Tuba-Quartett Tabu“ den Abschluss. Die vier Bläser zeigten ihr Können nicht nur auf der Tuba, sondern auch auf den Alphörnern. Alle Mitwirkende und Besucher waren sich einig, dass das Schloss eine traumhafte Kulisse für ein solches Konzert bietet.
Im Rahmen des Jubiläumsjahres hatte die Vereinsjugend den Wunsch nach einer eigenen Veranstaltung geäußert. Diesen Wunsch erfüllten sich die Jungendlichen selbst, indem sie die Organisation und Durchführung in die Hand nahmen. Die Organisatorinnen und Organisatoren gaben der Disco den Namen „Tropical Night“. Dementsprechend war die Gemeindehalle mit Südsee- und Karibikmotiven dekoriert. Der erfolgreiche Verlauf drückt sich dadurch aus, dass die „Tropical Night“ seither zum festen Jahresprogramm gehört.
Natürlich durfte auch ein Festabend nicht fehlen. Dieser wurde im Oktober in der Bergemer Gemeindehalle mit Ansprachen, einer Bilderausstellung und einem abwechslungs- sowie umfangreichen Programm abgehalten. Für die musikalische Umrahmung sorgten das JGO und der MV Harmonia Allmendingen. Den Abschluss des Festreigens bildete ein Konzert im November in unserer Kirche. Kirchenchor, Musikkapelle und diverse Bläsergruppen aus der Kapelle gestalteten ein vielfältiges festliches Programm.

 

 

2009

Der erste öffentliche Termin 2009 war im Januar die alljährliche Generalversammlung. Nachdem der bisherige Vorsitzende Klaus Geprägs bereits zwei Jahre zuvor angekündigt hatte, für keine weitere Wiederwahl zur Verfügung zu stehen, hat sich die bisherige Schriftführerin, Bianca Scherb aus Ennahofen, bereit erklärt, sich der Wahl zu stellen, welche einstimmig erfolgte. Mit Bianca Scherb bekam der BMV erstmals eine Frau an die Vereinsspitze. Das Jahreskonzert im März war der gebührende Rahmen, Klaus Geprägs für 12-jährige kreative und erfolgreiche Vorstandstätigkeit zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen. Herausragende Schwerpunkte seiner Amtszeit waren die strukturelle Weiterentwicklung des Vereins, die Organisation von zwei Vereinsjubiläen sowie immer wieder die Jugendarbeit.

Auch hat die Musikkapelle in dieser Zeit an zwei Bundesmusikfesten, jeweils mit Wertungsspiel, teilgenommen.
Im April erhielt die Musikkapelle kurzfristig eine Anfrage aus Querqueville, ein Bierfest in der Partnergemeinde musikalisch zu begleiten. Großes Kopfzerbrechen fand darüber statt, ob der große Aufwand gerechtfertigt ist. Wir machten es und stellten die Reise unter das Motto: Tour de France – 24 Stunden Querqueville!

Abfahrt Fr. 24.6. 18 Uhr, Ankunft Querqueville Sa. 9 Uhr, Rückfahrt So. 10 Uhr, Ankunft Mo. 0.45 Uhr am Musikerheim. Viel Busfahrt an 3 Tagen, aber es hat sich gelohnt! Wir wurden sehr herzlich empfangen, lecker und sehr reichhaltig verköstigt und hatten einen schönen Auftritt. Bei den französischen Gastgebern kam unsere Bierzeltmusik“ so gut an, dass die Besucher auf Polka und Walzer das Tanzbein schwangen. Bürgermeister Robert Rewitz, der uns musikalisch unterstützte, und Freunde haben die Kapelle bei der „Tour de France“ begleitet.
Erstmals nahm die Kapelle im Mai mit dem Selbstwahlstück „Dawn of a new day“ (James Swearingen) und dem Pflichtwahlstück „Musica Bohemica“ (Zdenek Lukás) an einem Wertungsspiel in der Oberstufe teil. In Privatautos fuhren wir am Samstag nach Dettingen an der Iller (Blasmusik-Kreisverband Biberach).
Alle waren wir am Sonntag nach dem Gesamtchor, Umzug und der Nachmittagsunterhaltung gespannt auf die Note und endlich wurde sie verkündet. Sehr Gut“ zum ersten Mal in der Oberstufe. Wir haben uns alle riesig gefreut und die Stimmung war ebenso „sehr gut“. Vorsorglich waren wir mit dem Bus angereist, was sich als kluge Entscheidung herausstellte. Wieder zu Hause, wo wir spielend in Grötzingen einmarschierten, wurden wir mit Plakat und Sekt empfangen.

 

 

2010

Neben unserem Jahreskonzert am 13. März 2010 gestalteten wir 2 Wochen später den zweiten Teil des Konzertes unseres Partnervereins Korb-Steinreinach anlässlich dessen 100. Jubiläums. Das runde Jubiläum veranlasste uns auch, im Juli am Jubiläumsumzug und an der Nachmittagsunterhaltung rund um die Festhalle teilzunehmen.

Am 25.05.2010 spielten wir Trauermusik für unser verstorbenes Ehrenmitglied Karl Geprägs aus Grötzingen. Karl Geprägs war Jahrzehnte lang Tenorhornist und 24 Jahre stellvertretender Vorstand. In schwieriger Zeit hat er auch für zwei Jahre (1965-1967) die Vereinsgeschicke geleitet.

In 2010 und 2013 erfolgten zusammen mit den Bergemer Landfrauen weitere Teilnahmen am Umzug zum Wasen in Stuttgart-Bad Cannstatt.

Highlight für das Jugendgemeinschaftsorchester war die Teilnahme am internationalen Jugendblasorchesterwettbewerb des Militärmusikdienstes der Bundeswehr in Balingen im Oktober. Am Freitagnachmittag stellten sich die Jugendlichen in der Kategorie 4 (Oberstufe) mit den Wertungsstücken „Funk Attack“ und „Dawn of a new day“ der Jury. Der musikalische Leiter, Alwin Bühner, durften am Sonntag für den dritten Platz in dieser Stufe 1.000 € Preisgeld entgegennehmen. Den konzertanten Teil des Jahres schlossen wir gemeinsam mit dem Kirchenchor unter der Leitung von Christoph Mehner mit einem Kirchenkonzert. An der Orgel begleitete Daniel Kenter, außerdem sang der Jugendchor. Bei dem Stück „Geistliche Betrachtungen Glaube-Hoffnung-Liebe“ von Günter Buck (Herbertingen), der Komponist war beim Konzert anwesend, lasen die Flötistinnen im Wechsel zu jedem Satz kurze Texte.

 

 

2011

Die ersten Monate 2011 standen musikalisch im Zeichen unseres Jahreskonzertes im März sowie den Vorbereitungen für eine weitere Wertungsspielteilnahme in der Kategorie 4. Die Teilnahme erfolgte im Mai in Aufheim beim Allgäu-Schwäbischen Musikbund, Bezirk 9 (Neu-Ulm). Mit dem Selbstwahlstück „In all its Glory“ von James Swearingen sowie dem Pflichtwahlstück „Arround the world in 80 days“ von Otto M. Schwarz erzielte die Kapelle bei offener Wertung das Prädikat „hervorragend“. Musiker und Dirigent waren überglücklich. Bereits traditionell wurde der Erfolg imLöwen“ in Grötzingen ausgiebig gefeiert.

Im Juni war die Musikkapelle über mehrere Tage bei den Feierlichkeiten „30 Jahre Partnerschaft Querqueville-Allmendingen“ die zusammen mit „1050 Jahre Gemeinde Allmendingen“ begangen wurden, aktiv. Neben der Mitwirkung bei eigenen Vereinsveranstaltungen gestaltete die Kapelle noch Auftritte in Dächingen, Emerkingen, Berg, Wullenstetten und Zwiefalten.

Eine besondere Verpflichtung war für den BMV die musikalische Umrahmung der Jubiläumsveranstaltung zum 40-jährigen Vereinsjubiläum des Bergemer Sportvereins Ennahofen in der Bergemer Gemeindehalle.

 

 

2012

Das Vereinsjahr 2012 stand ganz im Zeichen von Abschied und Neubeginn. Beim Jahreskonzert im März nahm Ludwig Mang nach 35-jähriger Dirigententätigkeit beim BMV zum letzten Mal offiziell den Taktstock in die Hand. Zum Abschied wurde er für seine Verdienste für den Verein zum Ehrendirigenten ernannt und erhielt die Dirigentennadel in Gold mit Diamant des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg.

Im Konzert erfolgte die Taktstockübergabe an Dennie Schuster als neuen Dirigenten.

Für den BMV war es ideal, dass er einen engagierten Nachfolger aus den eigenen Reihen gewinnen konnte. Das Konzert diente auch dazu Rolf und Gerhard Geprägs, Erich Schrade sowie Günther und Ludwig Mang für 50 Jahre aktive Tätigkeit für den Verein zu ehren. Erich Schrade, Gerhard Geprägs und Günther Mang wurden dabei zu Ehrenmitgliedern ernannt. Rolf Geprägs trägt diese Ehrung bereits seit 2002.

Auch im Nachwuchsbereich gab es Veränderungen, da Dennie Schuster bisher das Vororchester dirigierte und dessen Leitung nun, ebenso wie Alwin Bühner die Leitung des Jugendgemeinschaftsorchesters, abgab. Die Leitung des JGO übernahm Thomas Leucht vom MV Allmendingen, das Vororchester Andrea Mang vom BMV.

Das erste Konzert von Dennie Schuster, das bei den Besuchern einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat, war im November das in der Regel alle zwei Jahre stattfindende Kirchenkonzert. Im Wechsel spielten Orgel (Daniel Kenntner), Musikkapelle und verschiedene Ensembles. Andrea Mang erregte mit einer Gesangseinlage Aufmerksamkeit.

Bei herrlichem Sommerwetter und super Stimmung verkauften wir im Juni beim internationalen Jugendmusikfestival in Ehingen Hamburger, Pommes und Getränke an die internationalen Besucher, die Ehingen zur Musikstadt machten. Unser ganzer Verein war in Aktion, da wir an drei Tagen auf dem Marktplatz im Einsatz waren. Am Wertungsspiel beteiligte sich das Posaunenquartett des MV Frankenhofen/BMV (Philipp Scherb u. Matthias Schrade) in der Kategorie 4 mit hervorragendem Erfolg.

Unser JGO nahm am Wettbewerb in Kirchbierlingen teil. Thomas Leucht hatte hier seinen ersten Auftritt als Dirigent eines Jugendorchesters bei einem Wettbewerb. Diesen meisterte er tadellos und es sprang am Ende dieses internationalen Wettbewerbs ein toller vierter Platz heraus.

 

 

2013

Im Juni 2013 nahm die Musikkapelle in der Kategorie 4 gleich an zwei Wertungsspielen mit den Stücken „Fiskinatura (Thiemo Kraas) und der „Alvamar Overture“ (James Barnes) teil (KMF des Blasmusik-Kreisverbandes Ulm/Alb-Donau in Dächingen, Wertungsspiel in Granheim und beim KMF des Blasmusikverbandes Neckar-Alb in Mehrstetten) Beides mal erhielt die Kapelle mit Dennie Schuster das Prädikat „hervorragend“. Nach der Rückkehr aus Mehrstetten wurden beide Erfolge wieder im „Löwen“ in Grötzingen gefeiert.

Über eine Empfehlung sind wir im Juli erstmals zum Schäferlauf nach Bad Urach gekommen. Wir beteiligten uns am kleinen Umzug, am Gesamtchor, gestalteten ein Standkonzert vor der Haupttribüne auf dem Festplatz in der Zittelstatt, dem Schäferlaufplatz, und unterhielten am Spätnachmittag auf dem Marktplatz. Eine weitere Teilnahme erfolgte 2015.

Vom 26.-28. Juli wurde in Allmendingen 20 Jahre FiZ gefeiert. Zum Jubiläum ging es schon am Freitagabend mit einer Jugendparty los. Wir bauten wie gehabt am Samstagmorgen auf und verkauften Seelen und Cocktails (Samstagabend). Unser Auftritt zum Festausklang am Sonntagnachmittag wurde vom aufkommenden Sturm früher als gedacht beendet.

 

 

2014

Aufgrund des weiteren Wachstums der Musikkapelle und steigenden Anforderungen an einen Proberaum wurden im Frühjahr 2014 erste Überlegungen angestellt, das Musikerheim zu erweitern. Nach Konkretisierung des Vorhabens und Abstimmung mit der Gemeinde, die als Bauherr fungiert, wurden die Finanzierung und die Planung in Angriff genommen. Der Spatenstich erfolgte am 14. August des Folgejahres. Von nun an wurde das Vereinsleben auch wesentlich durch die Bauaktivitäten bestimmt.

Während des Jahres hatte die Kapelle wieder zahlreiche auswärtige Termine wahrgenommen (Korb, Ersingen, Hochdorf, KMF Hüttisheim, Kirchbierlingen und Dapfen). Den Abschluss bildete einmal mehr ein Kirchenkonzert in der Weilersteußlinger Kirche.